Effiziente Absaugung der Abgase aus Schmelzöfen

Beim Schmelzen von Metallen in Öfen entstehen zum einen gasförmige Abgase, die Kohlendioxid, Wasserdampf, Stickstoff, Rest-Sauerstoff, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickoxide und zahlreiche weitere Bestandteile enthalten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Abgase sind feste Verbrennungsrückstände, die Schlacke, Asche und Ruß enthalten. Für beide Fraktionen, sowohl die gasförmigen als auch die festen, gibt es wirksame Filterverfahren einschließlich einer entsprechend ausgewählten Filteranlage, die sicherstellt, dass die Emissionswerte unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten bleiben. Die Reinigung der Abgase beim Schmelzen von Metallen in Öfen ist ein integraler Bestandteil dieses Prozesses.

Absaugung von Induktionsschmelzöfen

Heutige Induktionsöfen sind bereits werkseitig mit einer klappbaren Abdeckung ausgestattet, die für die Absaugung in zwei Zuständen genutzt wird. Bei geschlossener Abdeckung findet das Schmelzen statt. Die Absaugleistung halten wir in diesem Moment auf einem Minimum im Vergleich zum Zustand bei geöffnetem Deckel. Zur Regelung der Absaugleistung verwenden wir Regelklappen in der Absaugleitung. Die Leistung des Ventilators regeln wir entsprechend dem Unterdruck in der Absaugleitung mithilfe eines Frequenzumrichters. Bei geöffnetem Deckel startet das System die Absaugung mit maximaler Absaugleistung. Zu diesem Zeitpunkt muss der austretende Rauch durch die hochgeklappte Abdeckung abgesaugt werden, um das Entweichen von Rauch in den Hallenraum zu begrenzen. Induktionsöfen erhöhen die Feuchtigkeit der abgesaugten Luft nicht, daher isolieren wir die gewählte Filteranlage – CARM GH – thermisch nicht.

Absaugung von Gas-Schmelzöfen

Bei der Absaugung von Feststoffpartikeln aus Gas-Schmelzöfen halten wir uns stets an die vom Ofenhersteller festgelegten Betriebswerte. Denn die Funktion des Absaugsystems wirkt sich direkt auf die Funktion des Schmelzofens aus. Die Temperatur der Abgase am Ofenausgang, die Werte von 300 °C bis 400 °C erreicht, müssen wir vor der Filterung auf ca. 120 bis 150 °C abkühlen. Wir nutzen eine gesteuerte Ansaugung von Umgebungsluft in die Absaugleitung und regulieren dadurch die Temperatur in der Absaugleitung sowie im gesamten Lüftungssystem oder im Wärmerückgewinnungssystem. Bei der Wärmerückgewinnung schalten wir einen Wärmetauscher in das Absaugsystem ein, der den Abgasen kontrolliert Wärmeenergie entzieht. Die gewonnene Energie kann zum Heizen oder zur Warmwasservorwärmung genutzt werden. Wir halten die Abgase aus Gasöfen auf einer Temperatur von mindestens 90 °C und statten das gesamte Filtersystem mit einer Wärmedämmung aus, damit die Abgase im Filtersystem nicht kondensieren können.

Intelligente Steuerung des Absaugsystems in Gießereiöfen

Bei Anwendungen zur Absaugung von Schmelzöfen ist eine intelligente Steuerung des Absaugsystems unerlässlich. Das Filtersystem muss den festgelegten Unterdruck am Auslassstutzen des Ofens mit hoher Präzision aufrechterhalten. Es muss mit Sicherheitsvorrichtungen für den Fall eines Strom- oder Druckluftausfalls ausgestattet sein. Unsere hochmodernen Systeme erfassen Betriebsdaten und speichern diese so, dass das Verhalten des CARM GH-Filters im Nachhinein ausgewertet werden kann. Die heutigen Systeme statten wir mit einem GSM-Modul aus, um eine Fernsteuerung, -überwachung und -einstellung der Parameter zu ermöglichen.

Kosten für den Austausch des Filtermediums

Wir konzipieren und liefern unsere Systeme so, dass unseren Kunden keine hohen Betriebskosten für das Filtersystem entstehen. Sie verwenden glatte Filterschläuche aus mikroporösem Filtergewebe. Die Filterschläuche enthalten keine Verstärkungen, reißen nicht und sind sehr mechanisch widerstandsfähig. Für Anwendungen zur Entstaubung von Öfen geben wir eine Lebensdauer des Filtermediums von mindestens 20.000 Betriebsstunden an.