Bevor ein Holzprodukt seine endgültige Form erhält, muss es zahlreiche technologische Prozesse durchlaufen, in denen Rohholz in ein konkretes Produkt mit spezifischen Formen und Eigenschaften umgewandelt wird.
Bei diesen einzelnen Prozessen entstehen Späne (die oft mehr als 50 % des Volumens des Rohholzes ausmachen) und Staubpartikel, die sich im Umfeld der Produktionsmaschine ansammeln, verbreiten und ablagern.
Eine höhere Konzentration von Spänen und vor allem die Ablagerung von feinem Holzstaub kann zur Entstehung einer explosionsgefährdeten Umgebung führen, was unerwünscht ist. Absaug- und Filteranlagen – in unserem Fall die empfohlenen Modelle CARM GH-ZLD oder CUMA D-ST – haben die Aufgabe, Späne und Staub so nah wie möglich an ihrer Entstehungsstelle abzusaugen und so deren Ansammlung, Ausbreitung und Ablagerung im Umgebungsbereich zu verhindern. Die Absaugung der Späne und ihre Konzentration in der Absaug- und Filteranlage erleichtern deren weitere Verarbeitung.
Es handelt sich um einen speziellen Betriebsablauf, bei dem die Absaugung die Entfernung großer Mengen grober und feuchter Sägespäne gewährleistet. Der Einsatz von Filteranlagen ist in diesem Fall problematisch, da im Winter das mit Wasser aus den abgeschiedenen Spänen getränkte Filtermedium gefrieren und so die Funktion der Filteranlage erheblich beeinträchtigen kann. Auch heute noch ist der Einsatz von Zyklonabscheidern für diesen Fall technisch am besten geeignet. Die Abluft aus dem Zyklonabscheider wird zurück in den Innenraum des Sägewerks geleitet, wo sie mithilfe von Filterschläuchen wieder in den Arbeitsbereich verteilt wird. Dieses System ist in der Praxis dank der leistungsstarken Absaugung von Holzabfällen sehr zuverlässig.
In das System kann eine Brikettierpresse integriert werden, die aus den Sägemehlabfällen Briketts presst, die zum Heizen verwendet werden können. Das Absaugsystem für Späne und Staub kann um eine Regelung der Absaugleistung in Abhängigkeit von den aktuell genutzten Maschinen ergänzt werden, wodurch Strom eingespart wird.
Die Regelung erfolgt über einen Frequenzumrichter in Verbindung mit automatischen Klappen.
Die zentrale Absaugung wird in Betrieben eingesetzt, in denen mehrere Holzbearbeitungsmaschinen gleichzeitig in Betrieb sind. Entsprechend der für die einzelnen Maschinen erforderlichen Absaugleistung werden Maschinengruppen gebildet, die über zentrale Absaugleitungen mit der Filteranlage verbunden sind. Die einzelnen Holzbearbeitungsmaschinen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Absaugluftmenge, die Absauggeschwindigkeit am Anschlussstutzen und den erforderlichen Unterdruck. Die Dimensionierung der Rohrzweige, der Filteranlage (empfohlene Filter: CARM GH-ZLD und CUMA D-ST) und der Ventilatoren richtet sich stets nach dem jeweiligen Holzverarbeitungsbetrieb und der Menge des abzusaugenden Holzabfalls.
Für die anspruchsvollsten Anwendungen setzen wir Filteranlagen vom Typ CARM GH-ZLD ein, die mit einer automatischen Regeneration des Filtermediums mittels Druckluft im Gegenstrom ausgestattet sind. Für kleinere Betriebe liefern wir Filteranlagen vom Typ CUMA D-ST mit Regeneration des Filtermediums durch Vibrationsabklopfen. In der Filteranlage werden Späne und Staub abgeschieden, und die saubere, gefilterte Luft wird im Sommer ins Freie und im Winter zurück in die Halle geleitet, wodurch im Winter erhebliche Heizkosteneinsparungen erzielt werden. Die Umschaltung zwischen Sommer- und Winterbetrieb erfolgt über Absperrklappen mit der Möglichkeit einer elektronischen Steuerung.
Immer häufiger installieren wir Absaugsysteme, die mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet sind. Die Filteranlage reguliert in Verbindung mit einem Frequenzumrichter, automatischen Klappen, einem Steuerungssystem und Sensoren die Absaugleistung in Abhängigkeit vom Betrieb der Produktionsanlage. Das Filtersystem schaltet sich selbstständig ein und aus. Durch den Einbau einer intelligenten Steuerung sparen wir unseren Kunden Stromkosten.
Von der Filteranlage – entweder CARM GH-ZLD oder CUMA D-ST – werden Sägemehl und Holzabfälle über einen Auslauf und einen Schneckenförderer zur weiteren Verarbeitung befördert. Die gängigsten Verfahren zur Aufbereitung von Sägemehl sind die Brikettierung, die Verbrennung im eigenen Kessel sowie der Transport in Silos oder Container. Unsere Anwendungen umfassen bedeutende Projekte mit allen beschriebenen Methoden der Abfallverwertung. Die Wahl der am besten geeigneten Methode zur Verarbeitung von Sägemehl wird stets mit dem Betreiber abgestimmt, und die Technologie wird individuell an jeden Holzverarbeitungsbetrieb angepasst.
Wir konzipieren und liefern unsere Systeme so, dass unseren Kunden keine hohen Betriebskosten für das Filtersystem entstehen. Dabei kommen glatte Filterschläuche aus mikroporösem Filtergewebe zum Einsatz. Die Filterschläuche enthalten keine Verstärkungen, reißen nicht und sind sehr mechanisch widerstandsfähig. Für Anwendungen in Schweißbetrieben geben wir eine Lebensdauer des Filtermediums von mindestens 20.000 Betriebsstunden an.