Es handelt sich um mechanische Abscheider, die dazu dienen, eine bestimmte Fraktion des abgesaugten Materials für die weitere Verarbeitung des Abfalls durch Pressen abzutrennen. Die Trennung des Materials erfolgt durch das Zurückhalten der Partikel auf dem Sieb des Rotationsabscheiders. Die Größe der Öffnungen im Sieb des Abscheiders bestimmt die Größe der zurückgehaltenen Materialfraktion und die Größe der Fraktion, die den Abscheider passiert und weiter in das Lüftungssystem, meist in eine Filteranlage, gelangt. Das auf dem Sieb des Rotationsabscheiders abgeschiedene Material wird durch rotierende Abstreifleisten (daher der Name „Rotationsabscheider“) abgestreift und anschließend zum Auslaufstutzen befördert. Schwerkraftabscheider werden meist auf einer Stahlkonstruktion über einem Container oder einer Abfallpresse angebracht.
Rotationsabscheider werden am häufigsten zur Abscheidung von Papierschnitzeln, PVC-Schnitzeln, Chemlon-Klumpen und anderen Materialien eingesetzt, die nach der Abscheidung voluminös sind und aus Platzgründen durch Pressen verarbeitet werden müssen. Schwerkraftabscheider trennen die voluminöse Fraktion aus dem Lüftungssystem ab und verhindern so eine Überlastung der Filteranlage durch dieses Material. Rotationsabscheider werden häufig in der papierverarbeitenden Industrie eingesetzt, beispielsweise in Buchdruckereien, Kartonverpackungsfabriken usw. Eine gängige Methode zur Aufbereitung der durch einen Rotationsabscheider abgetrennten Abfälle ist das Pressen mit Ballenpressen, Verdichtungspressen oder Presscontainern. In Betrieben, in denen ein kontinuierlicher Absaugbetrieb ohne Unterbrechung der Produktion erforderlich ist, werden aufgrund der Möglichkeit, gefüllte Container auszutauschen, in der Regel zwei identische Abscheider installiert, die parallel geschaltet sind und über eine automatische Umschaltung in Abhängigkeit vom Füllstand der Container verfügen.
Am häufigsten wird der Rotationsabscheider im Überdruckbetrieb eingesetzt, d. h. in einem Lüftungssystem hinter dem Förderventilator. In Sonderfällen, in denen der Förderventilator aufgrund seiner Größe vor dem Fördergut geschützt werden muss, wird der Rotationsabscheider vor dem Förderventilator angeordnet. Der maximal zulässige Über- bzw. Unterdruck des Abscheiders beträgt +/- 4000 Pa. Der Abscheider ist für eine Temperatur der abgesaugten Luft von -20 bis +50 °C ausgelegt. Die Drehzahl des Abstreifrotors des Abscheiders muss über einen Frequenzumrichter geregelt werden.
Rotationsabscheider werden in Leistungsbereichen von 3 000 m³/h bis 50 000 m³/h hergestellt. Ein Rotationsabscheider jeder Leistungsstufe trägt im Lüftungssystem zu einer Erhöhung des Gesamtdruckverlusts des Systems um ca. 1.000 bis 1.300 Pa bei.
In Anwendungen mit einem installierten Rotationsabscheider lässt sich die Absaugleistung regeln. Die Abscheideleistung des Rotationsabscheiders wird durch den variierenden Luftdurchsatz nicht beeinträchtigt. Bei der Regelung der Absaugleistung muss auf die Mindestgeschwindigkeit in den Absaugzweigen geachtet werden, da es sonst zum Anhaften des abgesaugten Materials kommen könnte. Die Lösung besteht in der Installation mehrerer separater Absaugstränge, die vom Sammelkanal des Abscheiders bis zur Ansaugstelle führen.
Zur Standardausstattung eines Rotationsabscheiders gehören ein Einlass-Sammelkanal mit Rückschlagklappen, ein Auslasskanal für die Verbindungsleitung, die Verbindungsleitung zur Ballenpresse sowie eine Stahlkonstruktion mit begehbaren Bedienungsplattformen.